Failed Redesigns Made in Germany – Episode 1

von heike / 13. Januar 2006

Genug Kuschelblogging. Jetzt mal zu all diesen Murks-Websites da draußen. Joe Clark, der Henryk M. Broder der Webstandards-Welt, hat vor einer Woche die Reihe “Failed Redesigns” gestartet und in bester WaSP-Manier erbarmungslos mit dem Party-like-it’s-1999-Club abgerechnet. Wer im 21. Jahrhundert seine Website relauncht, soll dies gefälligst professionell machen und Webstandards verwenden. Alles andere ist Kindertennis.

A failed redesign pretends that valid code and accessibility guidelines do not exist; it pretends that the 21st century is frozen in the amber of the year 1999. It indicates not merely unprofessional Web-development practices but outright incompetence. Joe Clark

Schließlich kann es nicht angehen, dass Teenager in ihren Hobby-Blogs besseren Code verwenden, als die Webentwickler von großen kommerziellen Sites. Da läuft gehörig was schief.

A failed redesign is a Web page created from scratch, or substantially updated, during the era of Web standards that nonetheless ignores or misuses those standards. Joe Clark

Bei Vorsprung geht die Reihe “Misslungene Redesigns” in die erste Runde.

Episode 1

Focus Online www.focus.de

Titelseite Focus OnlineSieht harmlos aus. Etwas blasser als vor dem Relaunch: Weniger Rot, sehr aufgeräumt, fast ein bisschen dröge. Und fast auch ein bisschen langweilig für jeden Web-Entwickler: Ein paar Listen, Überschriften, kantige Boxen und dann Feierabend. Könnte man denken. Doch der Code ist gruselig.

Immerhin: Focus hat den Trend erkannt. Websites werden ja heutzutage tabellenlos gebaut. Soweit, so gut: Hurra, keine Tabellen. Mehr Fachwissen hatte die Relaunch-Chaostruppe allerdings nicht. Der Code ist vollkommen verschwurbelt (a href vor h), strotzt vor div-Verschachtelungen, wo ein li genügt hätte, und ist voll gestopft mit Inline-Stylesheets, altbewährten Blind-Gifs und esoterischer Abstands-div-Kunst:

<div class="abstand15">&nbsp;</div><div style="padding-bottom:15px;"><div
class="linie-b6-home">&nbsp;</div></div><div style="width:385px; padding-bottom:7px;"><div>

Die Überschrift des Nachrichtenaufmachers wird durch dieses HTML-Artwork formatiert:

<div class="linie-b6-home">&nbsp;</div></div>
<div style="width:385px; padding-bottom:7px;">
<div style="float:left; width:200px; overflow:hidden;">
<a href="#" target="_top" onClick="" title="One-Man-Show endet Das Macht-Vakuum nach Scharon" class="headline-sub"><h4 class="dachzeile-home">One-Man-Show endet</h4> <img src="http://a.relaunch.focus.de/_.gif" width="1" height="3" border="0" alt=""/><br/>Das Macht-Vakuum nach Scharon</a><br/>
<img src="http://a.relaunch.focus.de/_.gif" width="1" height="4" alt=""/><br/>
...

Fakten:

  • Das p-Element wird nicht verwendet
  • Die News-Überschriften auf der Titelseite haben eine h4
  • Die Überschrift auf der Artikelebene ist mit einem span-Element markiert
  • die Textanzeige unter dem Artikel hat eine h1-Überschrift
  • Auf der Startseite kommt keine Liste (ul) vor
  • Alle Versalien sind hardgecodet
  • Es gibt 417 Inline-Styleangaben
  • HTML: 218 errors, CSS: 2 errors.

To Be Continued.

37 Kommentare »

  1. Bitte weiter :-) Mit Beispielen versteht man meist auch besser, was gemeint ist. Vielleicht sollte man die Beiträge noch um die entsprechenden Praxislinks ergänzen.

    Comment von Björn — 13.01.2006, 17:22 Uhr

  2. Hallo Heike,
    ich kann mich Björn nur anschliessen, ich finde es eine gute Idee. Und wenn möglich bei allem Alternativen benannt werden, wird es mir noch mehr helfen.
    z.B. “Das p-Element wird nicht verwendet” - Bei welchen Elementen hättest Du es verwendet?
    “Die Überschrift auf der Artikelebene ist mit einem span-Element markiert” - Was spricht dagegen? Wenn das span-Element eine ID erhält, kann ich über CSS diese Überschrift speziell formatieren.

    Sorry, für meine vielleicht laienhaften Fragen. ;)

    Danke
    Alexander

    Comment von Alexander — 13.01.2006, 20:07 Uhr

  3. Guter Beitrag, ist schon schrecklich was da als professionell verkauft wird.

    @Alexander:

    p-Elemente bei Absätzen (=Paragraph)

    Überschriften sind Überschriften und müssen deshalb auch als Überschrift gekennzeichnet werden, also h1 bis h6.

    Comment von Eric — 13.01.2006, 20:23 Uhr

  4. was mich dann doch zum schmunzeln bringt:
    am ende des quellcodes

    Comment von yoram — 13.01.2006, 20:44 Uhr

  5. jetzt ohne markup: BURNTIME : 1.37 $ Fri Jan 13 20:40:17 MET 2006 burn_online_focus_hps_home.cfg

    Comment von yoram — 13.01.2006, 20:44 Uhr

  6. Hat sich jemand schon mal ernsthaft Gedanken nach den Gründen für die Vorgehensweise gemacht? Immer wird nur von den Webstandardsevangelisten genörgelt und mit dem Finger gezeigt, doch es muss ja Gründe geben warum Firmen heutzutage noch (oder vor allem wieder, wie Disney Store) so arbeiten.

    Ich glaube ehrlich gesagt, dass dieses Anprangern, vor allem bei großen und bekannten Seiten, eigentlich gar nichts bringt, außer vielleicht ein wenig Selbstbeweihräucherung und wie Alp letztens sagte, gegenseitiges auf die Schultern Klopfen, weil wir Webstandards benutzen.

    So lange wir nicht dahinter kommen, warum sich Qualität, wie wir sie verstehen, nicht auch kommerziell durchsetzt, so lange bekämpfen wir nur die Symptome, anstatt das Problem an der Wurzel zu packen.

    Comment von Jeena Paradies — 13.01.2006, 20:46 Uhr

  7. “Schließlich kann es nicht angehen, dass Teenager in ihren Hobby-Blogs besseren Code verwenden, als die Webentwickler von großen kommerziellen Sites. Da läuft gehörig was schief.”

    Wieso? Hier wird doch erstmals aufgezeigt, dass die Webdesigner der Zukunft Erfahrungen haben. Ins Besondere, wenn es um Anpassungen von System an Standards geht. Das ist doch ein gutes Zeichen und kein schlechtes oder nicht?

    Comment von Schnurrbart — 13.01.2006, 21:24 Uhr

  8. @Jeena:

    So würde ich das nicht sehen. Webstandards werden häufig deshalb nicht verwendet, weil die Vorteile von Webstandards nicht allgemein bekannt sind. Die Vorteile bei Nicht-Standard-Webseiten liegt klar auf der Hand: Die Kosten sind - auf dem ersten Blick - niedrig. Eine Anpassung an semantischen Code benötigt - bei der Flexibilität, die solche seiten wie der Focus benötigen - einfach Zeit, es muss dem CMS beigebracht werden und die Mitarbeiter müssen geschult werden. Und Schulungsangebote sind Mangelware. Da wird dann halt lieber auf die Werbeagentur zurückgegriffen, die schnell Ergebnisse produziert und die “ein schönes Layout macht”.

    Aber, dass “ein schönes Layout” eben nicht alles ist, das wissen die “Entscheider” einfach nicht. Und das ist das Problem daran. Vielleicht komt einer dieser von Focus irgendwann einmal an dieser Seite vorbei und ändert seine Meinung. Wobei dafür das Review ein wenig länger sein müsste. Auf jeden Fall ist dies eine der wenigen Möglichkeiten die Menschen für Webstandards aufzurütteln.

    Ich würde das hier also nicht wirklich als Schimpfen abtun, sondern als konstruktive Meinungsäußerung. Ansonsten gebe ich dir recht, wir müssen eine kommerzielle Basis für Webstandards schaffen, und dazu gehört die Vorteile von Webstandards dauernd in den Vordergrund zu stellen. Ob allerdings der “Vorsprung durch Webstandards” dadurch zu verdeutlichen ist, dass wir “Nicht-Vorsprung durch Nicht-Webstandards” zeigen, daran kann man zurecht zweifeln.

    Womit ich dir eigentlich schon wieder recht gegeben habe.

    Comment von Eric — 13.01.2006, 21:48 Uhr

  9. 10 Gründe für “misslungene Redesigns” von großen kommerziellen Websites.

    1. Click-Dummys oder Test-Versionen müssen plötzlich so wie sie sind live gehen, weil die Deadline für den Relaunch schon wochenlang überschritten und die Pressemitteilung schon raus ist.

    2. Hauptsache tabellenlos. Es besteht keine Vorstellung von gut strukturiertem oder semantischem Markup.

    3. Ständige Designänderungen, die aus zu vielen Meetings mit zu vielen Personen resultieren.

    4. Von Meetings und Änderungswünschen genervte Webentwickler, die sich schon lange nicht mehr mit dem Projekt identifizieren.

    5. Denken in Tabellenstrukturen.
    z.B. div class=”abstand” /div = Ersatz für Blind-Gifs

    6. Hier sofort und jetzt. Der unmittelbare Effekt und nicht Effizienz steht im Mittelpunkt. Es wird nicht vorausgedacht und flexible Lösungen entwickelt (z.B. für neue Werbebannerformate).

    7. Weder das Markup noch die Stylesheets werden dokumentiert.

    8. Die Stylesheets und der Code sind so kompliziert, dass winzige Designänderungen per Inline-Styles und important!-Angaben realisiert werden. Was es das nächste Mal wieder komplizierter macht.

    9. (X)HTML und CSS werden von Programmierern als Kinderkram angesehen. Das wirklich Wichtige spielt sich im Backend ab.

    10. Je komplizierter der Code, desto größer die Macht der Entwickler.

    Comment von Timo — 14.01.2006, 19:26 Uhr

  10. > So lange wir nicht dahinter kommen,
    > warum sich Qualität, wie wir sie verstehen,
    > nicht auch kommerziell durchsetzt, so lange bekämpfen
    > wir nur die Symptome, anstatt das Problem an der Wurzel
    > zu packen.
    Und diese Webdesigner sitzen an der Wurzel…

    Äußerst suboptimal finde ich auch folgende Stelle:

    Sieht aus wie mit Photoshop gesliced

    Comment von Koka — 14.01.2006, 19:29 Uhr

  11. [...] Aber auch in Deutschland ist man sich des Bashings nicht zu schade, gerade vorgestern machte es Clark das Vorsprung durch Webstandards Weblog nach, indem es die Failed Redesigns Made in Germany – Episode 1 herausbrachte. In Joe Clarks Manier wird hier die Fokus Seite auseinander genommen und der Lcherlichkeit Preis gegeben. [...]

    Pingback von Modernes Webdesign - Weblog - jeenaparadies.net — 15.01.2006, 01:51 Uhr

  12. Deutschlands Webdesigner rüsten auf :(

    Der Gebrauch von Webstandards sollte Heute eine Selbstverständlichkeit sein. Es gibt natürlich verschiedene Wege die Öffentlichkeit auf die Vorteile von Standards aufmerksam zu machen. Dies kann …

    Trackback von deep-resonance. — 15.01.2006, 15:35 Uhr

  13. Meiner Meinung nach ist das die Lektion, die sowohl die OpenSource Gemeinschaft als eben auch die “Webstandards-Gang” noch nicht gelernt haben:

    Bashen bringt nichts. Software muss userfreundlich sein, um die Marktführer verdrängen zu können, User müssen einen NUTZEN sehen, Webstandards einzusetzen.

    Man muss die Vorteile ins rechte Licht rücken und darauf verzichten, nicht-konforme Webseiten anzuprangern. Das Problem ist, dass es noch keine wirklich “großen” Seiten gibt, die auf Webstandards setzen (Google, ebay, amazon,….).

    Bei Diskussionen zu diesem Thema höre ich oft “Warum soll ich auf Webstandards setzen, wenn es diese Seiten auch nicht tun?!”.

    Aufklärung statt Denunziation!

    Comment von Moritz — 15.01.2006, 15:56 Uhr

  14. @Björn
    der beste Praxistipp ist manchmal: Computer ausmachen und ein gutes Buch lesen ;-)

    Und vor allem: Es bringt wenig, verbissen, dogmatisch und idealistisch über Webstandards zu reden. Wir reden über ein Werkzeug. Wir reden über Handwerk. Über gute Lösungen und schlechte Lösungen. Über gute Lösungen, die dem Nutzer was bringen sollen. Über schlechte Lösungen, die Fragen aufwerfen. Also: Warum machen wir es uns als Webentwickler (gerade in großen Teams) manchmal selbst schwer? Wieso bringen gute Argumente uns manchmal nicht weiter (Accessibility mistakes we have all done)? Wie können wir voneinander lernen? Ein Richtig oder Falsch gibt es selten. Aber es wird gerne diskutiert und nur so kommt man weiter und kann es das nächste Mal besser machen. (Und unter “besser” sollten wir nicht ideologisch “besser” verstehen, sondern einfacher, leichter, pragmatischer.)

    Also, jammern gilt nicht. Zu den Fragen.

    @Alexander
    für gute Fragen muss man sich nicht entschuldigen :-)

    Einen unterhaltsamen Einstieg in das Thema semantischer Code (Warum p statt div? etc.) bietet Dan Cederholms SimpleQuiz:
    SimpleQuiz > When to P und SimpleQuiz: When to P > Conclusion

    Oder etwas trockener, theoretischer =) Semantischer Code - Definitionen, Methoden, Zweifel

    So könnte man z.B. die Aufmacher-Überschrift semantischer, zugänglicher, effizienter (weniger Code) und suchmaschinenfreundlicher gestalten:

    (h1)(em)Dachzeile(/em) Überschrift(/h1)

    h1 {
    font-size: 130%;
    }
    h1 em {
    display: block;
    font-style: normal;
    font-size: 60%;
    }

    Alle Abstände können über padding, margin, bzw. line-height kontrolliert werden.

    Comment von heike — 15.01.2006, 18:55 Uhr

  15. Ein paar positive Beispiele für große webstandardskonforme Sites:

    Tagesschau
    ABC News
    Blogger
    Postbank Online Banking
    die taz
    Baden Württemberg
    BVG – Berliner Verkehrsbetriebe

    Ein Interview für den Umstieg:

    Pragmatisch erklärt Eric Meyer, warum gerade umfangreiche Angebote von einem Umstieg auf Webstandards profitieren.
    Why eBay needs Standards-Oriented Design - An Interview with Eric A. Meyer

    Comment von timo — 15.01.2006, 23:20 Uhr

  16. Klasse! Danke! Diese Diskussion brauchen wir! Ich stehe da eindeutig auf Eurer Seite und auf der von Joe Clark und Molly Holzschlag. Ich bevorzuge auch, von den “New Professionals” zu sprechen. Eine Seite wie Focus ist in meinen Augen nicht von Profis gemacht. Jedenfalls nicht von Frontend-Profis.
    Diesen Mistcode kann übrigens kein CMS verursacht haben, das kann mir keiner erzählen. Ich kenne RedDot recht gut, sehr viel anders werden die noch teureren CMSe wie Vignette auch nicht sein. Und so einen Dreck muß ich schon selber wollen, damit mir ein CMS das ausgibt.

    Comment von Jens Grochtdreis — 16.01.2006, 08:43 Uhr

  17. [...] Keine Gurke des Tages. Nicht nur Hobby-Blogger verwenden Webstandards. Während sich die Szene zofft, ob zu viel oder zu wenig gekuschelt wird, geht die taz hin und macht einen auf standardkonform. Einfach so: Sauberer Code. Und worüber sollen wir jetzt bitteschön diskutieren, liebe taz?? Am Ende wird noch das Internet besser. Das wär echt ne Gurke des Tages. [...]

    Pingback von Vorsprung durch Webstandards | Gelungene Redesigns - Episode 1 — 16.01.2006, 12:32 Uhr

  18. Meister oder Mechaniker?

    Trackback von Alp Uçkan's Website — 16.01.2006, 14:19 Uhr

  19. Der Grund fuer die Probleme in unserer Branche ist mangelndes Know-How.

    Die Wurzel dafuer sind Entscheider, die nur selten wissen, was Webstandards, Barrierefreiheit, Usability, guter Content und so weiter ueberhaupt bringen und dementsprechend keine Leute einstellen, die sich damit auskennen. Und diese Themen natuerlich auch nicht priorisieren.

    Comment von Jens Meiert — 16.01.2006, 14:45 Uhr

  20. @koka
    es ist photoshop gesliced

    @eric and @jeena
    ihr hab recht. lange habe ich mich dafür zuständig gesehen das der focus die inhalte
    online bringt, die eine redaktion vorschreibt.
    oft, sehr oft hies die devise dazu “and if it’s not done by tomorow! I cut your ba..s off”

    ich bin ein paar jahre raus aus der truppe, glaube aber trotzdem daran, time is money. und die armen jungs und dirns
    die das ganze html schruppen damit aus einem so dollen cms dann auch noch eine so dolle html seite wird, tun ihr bestes

    aber wirklich ihr bestes.

    wenn ihr hier über standards redet, müsst ihr nicht html-macher überzeugen. ihr müsst entscheider dazu bringen
    auf macher, sprich menschen die ihr handwerk beherschen, handwerker, zu hören.
    oder besser, ihnen wenigstens einmal eine stunde widmen.

    also bitte, lasst die jungs und mädels leben die den focus machen. schreibt einen guten leserbrief an die redaktion:
    hier die adresse: leserbriefe@focus-r.de

    gruss
    gerhard

    Comment von gerhard — 16.01.2006, 23:48 Uhr

  21. Timos Punkten 3) und 4) stimme ich uneingeschränkt zu. Nachdem - besonders die Marketingabteilung - zum xten Mal das Design umgeschmissen hat und die gestalteten Pixel im Zusammenhang mit semantisch korrektem QCode langsam ihre Bedeutung verlieren plus der Launch-Termin im Nacken sitzt, baut der Webdesigner das ein oder andere Resignations-Div ein. Man sitzt halt auch nicht nachts aus lauter Lust und Leidenschaft an dem zigsten Detail, wie man das bei der eigenen Site tut.

    Comment von dee — 17.01.2006, 17:41 Uhr

  22. Mein Beitrag zum Fall “Focus”: http://yatil.de/Weblog/der-focus-im-fokus

    Inklusive Recoding-Vorschlag: http://yatil.de/focusstandards/

    Comment von Eric — 17.01.2006, 21:02 Uhr

  23. @Eric
    WOW, ganz große Klasse.

    Wie die Kommentare von Gerhard, Dee oder auch die anonymen “Geständnisse” bei Roger zeigen (Failed redesigns: Use web standards or don’t bother redesigning), reicht einfaches “Schwarz-Weiß”-Denken nicht aus. Oft genug sind die Arbeitsbedingungen und Entscheidungsprozesse (s. Kommentar von Jens Meiert) so absurd, dass Qualität keine Chance hat. Was zeigt, dass es umso wichtiger ist, dass es diese Debatte gibt.

    Comment von heike — 18.01.2006, 09:43 Uhr

  24. [...] Denn wie schon Jeena Paradies zur aktuellen Serie “Failed Redesigns in Germany” bemerkte, müssen den vielen Worten Taten folgen, sonst werden Webstandards weiterhin nur von einer kleinen Gruppe gebraucht, nicht aber von großen Firmen und Meinungsmachern wie FOCUS Online, deren Website in der Episode 1 der Failed Redesigns heftigst bemängelt wurde. [...]

    Pingback von krootoo. 5 » An die Front, Männer! — 18.01.2006, 22:44 Uhr

  25. Focus-Online reloaded…

    Wenn ich zum Thema Webstandards auch eine etwas pragmatischere Ansicht habe, als die Hardliner, (… und das ist keinesfalls negativ gemeint!) finde ich das hier doch mehr als erw

    Trackback von thorstenulmer.twoday.net — 19.01.2006, 17:02 Uhr

  26. Gut und Recht. Ich würde, bevor ich andere anzeige, mal meine eigene Seite kurz inspizieren.

    (Stand: 20.01.2006, 17.00 Uhr)
    Fehler beim Verarbeiten des Wertes für Eigenschaft ‘display’. Deklaration ignoriert.style.css (line 139)
    ‘:’ erwartet, aber ‘0′ gefunden. Deklaration ignoriert.style.css (line 387)
    ‘:’ erwartet, aber ‘0′ gefunden. Deklaration ignoriert. style.css (line 408)

    Nichts Schlimmes, deutet aber darauf hin, dass nicht immer getestet wurde.

    Liebe Grüße,
    Ringelnatz

    Comment von Ringelnatz — 20.01.2006, 16:57 Uhr

  27. So ein Gepfusche.
    Danke für den Hinweis, Ringelnatz

    Comment von Administrator — 21.01.2006, 12:18 Uhr

  28. Letztendlich entscheidet der Kunde, was er will.
    Übereinstimmend mit Jens Meiert denke ich, dass kaum ein Kunde diese Frage fundiert beantworten kann. Daher sind dem Kunden Vor- und Nachteile eines standartkonformen Webdesigns vorerst zu erläutern. Letzteres setzt Wissen und Überzeugung der Agentur voraus.
    Daher hilft meines Erachtens die qualifizierte Wissensvermittlung für Webdesigner (an der Wurzel, wie Jeena wohl sagen würde).
    Ich persönlich bin über jede Informationsquelle dankbar.

    Comment von Robert Hartl — 22.01.2006, 12:26 Uhr

  29. @Eric:

    In diesem Zusammenhang verweise ich gerne auf Wachsen und sparen –
    Ein Gespräch mit Alireza Jerani, Leiter Webdevelopment von stern.de

    Stylesheets als Kostenbremse –
    Große Unternehmen entdecken die Webstandards
    .

    Solche Interviews sind noch viel zu wenig bekannt und werden auch viel zu wenig in die Diskussion eingebracht. Si sollten allen Beteiligten und Entscheidern vor Augen führen: Es lohnt sich immer (und zwar für alle Beteiligten), sich an Webstandards zu halten!
    Ich kaufe auch kein Auto, welches nur durch Tesafilm zusammengehalten wird und ansonsten beim ersten Technik-Check (TÜV) durchrasselt! Bei anderen Produkten des täglichen Lebens erwarte ich auch eine gewisse Qualität bw., dass sich an DIN- und ISO-Norm und andere Industriestandards gehalten wird! Ansonsten kaufe ich das Produkt nicht oder der Hersteller sieht sich einer Reihe von Klagen ausgesetzt, wenn er wissentlich oder unwissentlich diese Normen misachtet hat.

    Ein guter Tipp am Rande:
    Es gibt vom W3C verschiedene Entscheidungshilfen für Webseiten-Ersteller wie für Entscheider und Kunden, z.B.
    My Web site is standard! And yours? und Buy standards compliant Web sites.
    Inhalte-Anbieter tun gut daran, dass sie sich rechtzeitig mit dem Inhalt des ersteren Links auseinandersetzen, bevor der Kunde vom Inhalt des zweiten gerade genannten Dokuments überzeugt wird.

    Hier liegt meiner Meinung nach die größte Überzeugungskraft drin, um Unternehmen und Entscheider zum Umdenken zu bringen.

    Sierk Bornemann

    Comment von Sierk Bornemann — 22.01.2006, 13:29 Uhr

  30. [...] Vor kurzem gab es eine über mehrere Blogs veteilte Diskussion über die Qualität der Website von Focus und ob man deren Codequalität zum öffentlichen Debattengegenstand machen dürfe. Ausgangspunkt war das Posting “Failed Redesigns Made in Germany – Episode 1” von Heike Edinger. [...]

    Pingback von Webkrauts » Focus im Fokus — 25.01.2006, 22:04 Uhr

  31. Well …. zunächst einmal finde auch ich es gut, dass das Thema aufgegriffen wird. Aber wie so oft im Leben, ist es auch hier gefährlich, mit dem Finger auf andere zu zeigen (es zeigen mehr auf einen selbst zurück).

    Wie kann ich nach einem “korrekten” Code (übertragen “reine Sprache”) rufen, wenn ich nicht mal der eigenen Muttersprache mächtig bin?

    “Sieht harmlos aus. Etwas blasser als vor dem Relaunch: Weniger Rot, sehr aufgeräumt, fast ein bisschen tröge.”

    Hier ist/sind sicherlich nicht der Perfekt von “trügen” oder gar die fälschlicherweise klein geschriebenen “Tröge” gemeint, sondern schlicht und ergreifend “dröge”. Das ist kein Flüchtigkeitsfehler mehr sondern schlicht und einfach falsch. Und jetzt bitte nicht auf die “wer Fehler findet darf sie behalten” Masche abrutschen, denn sonst könnten sich die Websiteprogrammierer auf “Umgangssprache” berufen!

    Wenn Webstandards durchgesetzt werden sollen, dann muß den Entscheidern zunächst einmal klar werden, warum es denn wichtig ist, diese einzuhalten. Wenn es für die Unternehmen nur zu mehr Kosten führt, sonst aber keinen Mehrwert generiert, dann ist der Ansatz gescheitert (nicht falsch verstehen - ich sehe es als durchaus sinnvoll an, Standards dieser Art durchzusetzen). Vielleicht können hier Browser, die sich deutlich strikter an den Standards orientieren als der gegenwärtige Klassenprimus positiv auswirken. Wenn die Firmen die User nicht mehr erreichen, weil ihre Website aufgrund mangelhaften Codes nicht korrekt dargestellt werden, werden sie sicherlich etwas ändern. Wenn es allerdings “nur” darum geht, den küzesten Code herauszufinden, dann sollte man sich die Frage beantworten “Wieviel Geld bin ich bereit dafür auszugeben, den kürzesten Code für eine bestimmte Zielstellung zu erhalten?”. Ich kann a) vorhandenen Code umschreiben lassen (Kosten 100 Geldeinheiten) oder b) einen koplett neuen Code schreiben lassen unter der Prämisse, dass der Code möglichst klein ist (Kosten x*100 Geldeinheiten; wobei x>0 ;) ). :-)

    Berlichingen

    Comment von Berlichingen — 29.01.2006, 00:07 Uhr

  32. Immer diese Legastheniker. Ich les dass ja schon lange nicht mehr, was da so steht an den Klowenden des Internets. Wir bitten demütikst den Vopax zu entschuldigen. Ich wüsste auch mal gerne was diese schmutzy Webseitprokramiererer (so sagt mann doch?) überhaubt in der Birne haben. Wir haben den Fehler berichtikt und der Legastheniker sitzt imm Keller (wo bei uns ausschlieslichst gelacht werden darf). Somit im Namen der GL: Danke für den aufmerxamen Leserbrief, Herr Berlichingen. Lesen Sie unser Magazin weiterhin so kritisch. :-)
    Herzlich,
    Abteilung QC

    Comment von Administrator — 29.01.2006, 12:03 Uhr

  33. [...] Das haben sich die Autoren von Vorsprung durch Webstandards genauer angeschaut und dabei Unzulnglichkeiten im Code entdeckt, die jeden der sich auch nur ein bisschen mit dem Thema auseinander setzt die Haare zu Berge stehen lsst. Daraus entwickelte sich eine Diskussion, in der immer mehr der Vorwurf der Selbstbeweihrucherung und des Bashing von Agenturen laut wurde. [...]

    Pingback von [Javascript ist Toll!] » Warum Agentur Bashing gut ist — 26.05.2006, 15:48 Uhr

  34. Nachdem ich diesen und andere Artikel hier gelesen habe, befasse ich mich jetzt auch endlich etwas mehr mit dem Thema Webstandards, um meine Site und auch die Kundensites freundlicher zu gestalten. Ihr seid mir dabei eine große Hilfe.
    Interessantes habe ich dazu auch in einem Buch über den ZenGarden gefunden.
    Danke für die tolle Unterstützung und macht weiter so.

    Stan

    Comment von Stan — 28.06.2006, 12:40 Uhr

  35. Webstandards sind schon eine Möglichkeit bessere Webseiten zu erstellen, doch sollte beachtet werden was Robert Hartl schreibt, der Kunde entscheidet, und somit sind auch die Kosten ein entscheidender Punkt.
    Und mal ehrlich, wieviel der Kunden wissen von w3c ,XHTML 1.0,XHTML 1.1 ?

    Comment von Julia — 30.07.2006, 10:13 Uhr

  36. Das sind alles Behauptungen die so nicht stimmen.

    :: die Anpassbarkeit des Codes?
    >>das ist bei der Verwendung einer modernen Entwicklungsumgebung oder eines CMS kein/kaum ein Thema

    Aha, was jetzt kein oder kaum? Du kannst also dank cms z.b. Tabellenzellen genauso beliebig platzieren wie ein DIV Element? Das klingt interessant.

    :: besser für die Suchmaschinen?
    >>warum wird das nirgendwo belegt? …man sollte wissen, dass sich Suchmachinen nicht darum kümmern, ob da eine Tabelle steht oder nicht… bevor die Inhalte einer Webseite bewertet und indexiert werden, werden alle table-tags, etc. entfernt!…

    Weil google Geheimniskrämer sind, vieles läßt sich nicht belegen. Du bist überzeugt davon, dass Suchmaschinen nicht den Anteil von HTML Code zum reinen Text in ihre Bewertung einfliessen lassen? Belege!

    Wegen dem Traffic, schaust du hier:
    http://yatil.de/Artikel/tabellen-aus-dem-fenster-werfen

    und was die “Murkslösungen” angeht, mögen das persönliche Erfahrungen sein, meine ist, dass mit Tabellen mehr rumgemurkst werden muss.

    Comment von struppi — 20.04.2007, 12:58 Uhr

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    Comment von vahgrastTaisa — 28.11.2013, 05:30 Uhr

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