Go Samurai, go! Barrierefreiheit mit Sinn und Verstand

von timo / 10. Juni 2007

C64-Klassiker The Last Ninja Richtlinien zur Barrierefreiheit sind unbestritten eine wichtige Grundlage, um bessere Websites zu bauen. So ein Vorschriften-Paket, auf das man sich berufen kann, treibt Webentwickler an und verpflichtet öffentliche Auftraggeber zur Barrierefreiheit. Allerdings fehlt den Paketen aus der Bürokratie-Zentrale oft die Pragmatik und der knallharte Realitätsbezug.

Zum Glück haben einige Meister der unkomplizierten Denke, wie Joe Clark, den Kampf gegen die unreflektierte Regelbefolgung noch nicht aufgegeben.

Während sich die WCAG 2.0 immer noch (bzw. wieder) im Working-Draft-Zustand befindet, müssen sich Entwickler weiter mit den Richtlinien von 1999 rumplagen. Viele Regeln der WCAG 1.0 — und der BITV, die darauf basiert — sind vage formuliert oder veraltert, weil sich die Abrufgeräte weiterentwickelt haben.

Um die immer noch gültige Version der Web Content Accessibility Guidelines, kurz: WCAG (sprich: wihkag) , realitätstauglich zu machen, hat Joe aka WCAG-Samurai eine Korrektur der WCAG 1.0-Richtlinien veröffentlicht. Darin listet er auf, welche der Richtlinien im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß sind und wie man als Entwickler damit umgehen sollte.

Den verantwortungsbewussten und reflektierten Umgang mit den deutschen Vorschriften kann man bei “Einfach für Alle” erlernen. Dort gibt es in Matrix-Manier BITV für Alle, Reloaded.

  1. Barrierefreiheit mit Sinn und Verstand

    Unter dem Titel “Go Samurai, go!” auf Vorsprung durch Webstandards vom 10. Juni 2007 geht´s um die Themen Accessibility, Barrierefreiheit, BITV und WCAG. Außerdem gibt es einen Link zu einer Bestandsaufnahme auf Einfach für Alle:
    Rich…

    Trackback von ... Kreuterwelt.de — 30.06.2007, 10:24 Uhr

  2. Danke für Deinen Artikel.
    Accessibility wird ja allgemein unterschätzt, sehr schön fand ich einen Gedanken von Steve Krug aus “Don´t make me think! Web Usability”, wo er schreibt, dass die Welt von Webmastern und -desigern zum größten Teil aus leistungsfähigen Endzwanzigern besteht und es ihnen (uns;-)) schwerfällt, sich vorzustellen, dass ein großer Prozentsatz der Bevölkerung beim Benutzen des Internets Hilfe braucht…

    Comment von Afrika — 23.08.2007, 09:47 Uhr

  3. Weiß nicht ob der Link zum Thema WCAG schon gepostet wurde, aber der ist nicht schlecht, wie ich finde:
    http://www.philipphauer.de/info/webdesign/webstandards/#wcag

    Comment von Tim — 06.11.2007, 20:59 Uhr

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"Vorsprung durch Webstandards" ist ein Webzine zu Webstandards, Barrierefreiheit und Usability. In loser Folge erscheinen hier theoretische Texte, praktische Tipps und hilfreiche Links zum Thema.

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