Pop & Theory: Wörter
Am Anfang war das Wort, das verlinkte Wort. Danach folgten im Web Bilder, Töne, Filme und die Utopie des Internets als interaktive Fernseh-Show. Die Couch-Potato-Utopie ist Vergangenheit.
Im gegenwärtigen Web 2.0 sind Wörter wichtiger den je. Wichtiger als Technik. Ohne Wörter keine Findability. Wörter stehen im Zentrum einer Medien(r)evolution. Wörter sind zum Machtinstrument geworden.
Bei diesem semantischen Ringen um Relevanz reicht es nicht, die richtigen Wörter zu kennen. Die richtigen gibt es ohnehin nicht. Erst im Gebrauch, im Kontext und im vernetzten Denken entstehen spezifische Bedeutungen. In dieser Offenheit liegt gleichzeitig die Stärke wie auch die Schwäche von Wörtern: Sie sind unpräzise und mehrdeutig. Und es ist fast unmöglich, genau das auszudrücken, was man meint.
Große Möglichkeiten, aber vage Bedeutung
While the Web’s architecture rests on a solid foundation of code, its usefulness depends on the slippery slope of semantics. It’s all about words. Words as labels. Words as links. Keywords.
[...]
And words are messy little critters. Imprecise and undependable, their meaning shifts with context.– Peter Morville. 2005:14. Ambient Findability. - Buch, Amazon.com-Verkaufsrang 2467 (US)
Große Gefühle, aber keine Worte
Words, don’t come easy, to me,
how can I find a way,
[…]
Words, don’t come easy, to me,
this is the only way,
for me to say
I love you
words don’t come easy– F.R. David. words. - Song, 1982 Nummer-1-Hit in 10 Ländern
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