Warum Webstandards immer noch wichtig sind
“Den Sieg? Das war kein Sieg … Begonnen der Angriff der Klonkrieger hat.” – Yoda. Star Wars Episode II
So langweilig das klingt: Der Kampf für ein besseres Web ist noch lange nicht gewonnen. Es gibt noch immer zu viele dunkle Sith-Lords. Roger Johansson, Jedi-Ritter der Webstandards-Welt, warnte deshalb vor längerem bereits vor einer verzerrten Wahrnehmung:
“Let’s not stop fighting too early. The battle (…) has not been won. I would say that it has only just begun.” – Roger Johansson. Why standards still matter
Kleine Siege wie Wired, ABC News, News.com oder Tagesschau.de können nicht darüber hinwegtäuschen: Das Web wird weiter von schlecht gestalteten, tabellenbasierten Websites wie Google, Ebay, Amazon, RTL und Bild.de bestimmt. Die meisten neuen Seiten werden über MySpace — also als in Codebrei gegossene Tabellen — ins Web gepustet und nicht über Blogger oder Wordpress.
Noch immer weiß nur eine Minderheit von Webentwicklern um die Vorteile und Eleganz von Webstandards. Die Mehrheit schrubbt Code wie vor 5,6 Jahren. Alles, was eine Wirkung hat, wird benutzt, wild durcheinander geworfen und munter kombiniert.
Die Webentwickler-Szene befindet sich momentan in einem Dilemma: Die einen wollen nichts von Webstandards wissen und die anderen, die viel darüber wissen, halten Standards, semantischen Code und Barrierefreiheit so langsam für langweilig.
Möge uns die Macht wieder wichtig sein.
“Viel zu lernen du noch hast.” – Yoda. Star Wars Episode II
Links für Webstandards-Ritter:
- Roger Johansson: Why standards still matter
- Craig Cook: How to Grok Web Standards
- Wookieepedia: Star Wars Wiki, Definition of the Force
4 Kommentare »
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URL

[...] Link: Vorsprung durch Webstandards [...]
Pingback von » Webstandards « Trash Log Blog Archive — 10.02.2007, 05:19 Uhr
[...] Allerdings bin ich der Meinung, dass bei allen Betrachtungen, sei es durch den von mir hochgeschätzten Roger Johansson oder auch das nicht minder geschätzte Webzine Vorsprung durch Webstandards, das „Böse” zu stark mit dem rein tabellenbasierten Layout assoziiert wird. [...]
Pingback von Blogpotato » Blog Archive » Von Webstandards und semantischem Markup — 12.02.2007, 14:23 Uhr
du gut gesprochen hast.
Auf dem Arbeitsmarkt sieht man, was Web-Producer von Barrierefreiheit und Standardisierung halten - nichts. Seit Monaten suchen wir nun Verstärkung. Menschen, die HTML können, vor Programmierung nicht zurückschrecken und mit Accessbility und Standardisierung zumindest einen Bruchteil anfangen können. totale Fehlanzeige (oder wir suchen an den falschen Orten)
Dein Blog macht mir zumindest Mut, dass man nicht allein auf weiter Flur ist. Thanks a lot for this hope!
Comment von soophie — 10.05.2007, 18:00 Uhr
Tabellenbasierte Layouts lassen sich halt so schön in WYSIWYG-Editoren zusammenschrauben. Da braucht man halt nicht allzu stark seinen Grips gebrauchen.
Comment von Peter — 02.06.2007, 12:46 Uhr